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Thread „"Hirnforscher wollen negative Erinnerungen auslöschen"”


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Thread Antwort


Uhrzeit

29.08.2014 - 03:50


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DeadEnemy

Als ich vorhin meine Mails checkte, stieß ich auf diesen Artikel:

http://www.gmx.net/themen/wissen/mensch/84bgmuk-hirnforscher-negative-erinnerungen-ausloeschen#.focus.Schlechtes%20einfach%20vergessen.698.928

Für alle, die es nicht lesen wollen, kurz zusammen gefasst: Forscher haben durch Experimente an Mäusen heraus gefunden, wie man Erinnerungen manipulieren kann. Sie schafften es, negative Ereignisse mit positiven Gefühlen zu verknüpfen. Es sei daher auch vielleicht möglich, wenn die Forschungen weiter betrieben werden, negative Erinnerungen alleine zu isolieren und sie "auszulöschen". Dadurch könne man Traumapatienten, Menschen mit Depressionen und anderen psychischen Erkrankungen ihr Dasein erleichtern, da diese Menschen meist unter ihren negativen Erfahrungen zu leiden haben/diese Auslöser für ihren Zustand sind. In dem Artikel ist auch davon die Rede, dass man dadurch in Zukunft zum Beispiel keinen Liebeskummer mehr hätte, weil man auch diese Erinnerungen einfach löschen würde.

Es ist ein GMX-Artikel. Ich halte nicht besonders viel von der Redaktion, die dort schreibt, ebenso von den Themen, die sie für ihre Artikel nutzen. Die meiste Zeit halte ich mich von Medien dieser Form fern. Dieses Mal war es mir nicht möglich, denn nur, als ich den Titel las, ging in meinem Inneren etwas vor sich, was ich nur schwer in Worte fassen kann.
Auch jetzt bleibt dieses Gefühl bestehen. Aber ich hatte das Bedürfnis es mit euch zu teilen. So toll und positiv sie es auch dort ausschmücken oder wie gut es auch sein mag, dass man Menschen, die unter psychischen Problemen, aufgrund von schlimmen Erfahrungen, leiden, "richtig" helfen kann: Ich finde das ekelhaft. Widerlich. Krank.
Warum? Weil es dabei auch um Gefühle geht. Es geht um Menschlichkeit. Wenn man so sehr in den menschlichen Körper eingreift, was wird dann aus uns? Ich kann hier nur für mich sprechen und es gibt sicherlich auch Personen, die solch ein Verfahren als willkommen und gut einstufen (schlechte Erinnerungen, die einen heimsuchen, sind unglaublich schmerzhaft).
Aber ich halte es für einen weiteren Schritt in Richtung Verfremdung unserer selbst. Eine immer mehr mechanisch werdende Welt. Ich empfinde es in gewisser Weise auch als diskriminierend. Für mich schimmert da wieder eine ablehnende Haltung gegenüber "schlechten" Gefühlen, ausgelöst durch unschöne Erlebnisse, durch. Gefühle wie Trauer, Angst, Unsicherheit, Wut, Scham. Über die ohnehin kaum in unserer Gesellschaft gesprochen wird (höchstens im Rahmen von Psychotherapien oder, wenn man es sehr gut hat, unter Freunden und Familie). Das mag jetzt so klingen, als ob ich Menschen, die sich schlecht fühlen, keine Erlösung gönnen würde. Aber so meine ich das auf keinen Fall. Ich kann, als selbst Betroffene, sagen: Ja, es gab viele Momente, in denen ich mir wünschte, all den Mist in meinem Kopf vergessen zu können, vergessen zu dürfen. Die hässlichen Fratzen der Vergangenheit auszulöschen.
ABER: Unsere Erfahrungen, Erlebnisse und schließlich unsere Erinnerungen machen uns zu den Menschen, die wir sind! Lasse ich also meine nagtiven Erinnerungen löschen, bin ich nicht mehr ich selbst. Es ist, aus meiner Sicht, ein faken, verharmlosen. Mit solchen Eingriffen verändert man das Wesen des Menschens, wenngleich vielleicht auch auf positive Weise. Aber das ist es, meiner Meinung nach, nicht wert. So schlimm vieles auch ist: Man wächst daran. Man wird stärker, wenn man etwas Schlechtes überwunden hat oder lernt, damit fertig zu werden. Es ist irgendwo auch eine viel zu einfache Sache. Es ist gut, dass das Leben so ist, wie es ist. Ich will in keiner künstlichen Gesellschaft leben. Lieber bin ich die, die ich bin, mit allen Macken, Fehlern, Ecken, Kanten, mit allen Schwierigkeiten und Gefühlen. Ich hätte nie gedacht, dass ich das je sagen würde, aber ich bin lieber melancholisch und ängstlich, dafür aber zu 100% ich selber, als eine fröhliche Version von mir, die nur existiert, weil ich mir meine schlechten Erfahrungen habe löschen lassen. Wären alle meine schmerzhaften Erinnerungen weg...ich wäre auf keinen Fall mehr die, die ich jetzt bin. Ich mag mir das gar nicht erst ausmalen.

Sollte die Forschung letztendlich so weit kommen, so muss es ohnehin jeder für sich selbst entscheiden. Wenn es wirklich ungefährlich ist und es tatsächlich Menschen helfen kann, die z.B. ein heftiges Trauma mit sich herum schleppen, dann sollen sie es durchziehen. Dann würde ich mich auch für diese Menschen freuen, wenn sie endlich wieder unbeschwert und froh dadurch sein können. Aber mir macht sonst die bloße Vorstellung echt Angst. Ich möchte einfach nicht so leben, dass es nichts "Schlechtes" mehr gibt. Alles ist Teil des Lebens und aus alle dem können wir etwas lernen. Wenn wir Menschen nicht die Einteilung in "gut" und "böse" kennen würden, dann erscheint alles nochmal in einem ganz neuen Licht.
Nur meine Meinung dazu. Weitere sind natürlich sehr willkommen!





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29.08.2014 - 18:38


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Killer0561

Wo sind wir angekommen? Warum haben die Forscher einfach keine Hobyys und machen selbst Experimente an sich? Ich finde sowas ehrlich gesagt bescheuert.


Gruß

Killer0561 aka Sascha





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